Pulitzer – Preis für Die SZ ist fällig !
Von SZ – Redakteur Harald Knitter:
Bisher haben die großen Nahmen, die im „San Marco“ und im Vorgänger des Tanzcafes „Coupê 77 auftraten gesungen: Howard Carpendale, Peter Maffay Marianne Rosenberg. Nun hat der große Lafontaine vor und mit großem Publikum getanzt. Das war einfach perfekt für alle Beteiligten. „Mac Coy“ hatte den Laden voll. Rote Rosen hat es geregnet – nicht weil es die Blume der Sozialisten ist, sondern die der Damen beim Rosenball. „Im San Marco“ wurde in 30 Jahren manche Ehe gestiftet. Und der kontaktfreudige und volksnahe Lafontaine dürfte mit manch entzückter Tanzpartnerin eine Parteimitgliedschaft für die Linke angebahnt haben.
Ein Erfolgsrezept: Der eher beleibte als beliebte Boris Jelzin tanzte sich 1996 bei zahllosen Wahlkampfauftritte zu Rockmusik und Volksweisen zur russischen Präsidentschaft. Auch für Journalisten ein dankbarer Termin: Mit Bildern vom Tanzbär Jelzin gewann ein Fotograf den Pulitzer – Preis. Jetzt hoffen wir !
Text Quelle: Saarbrücker Zeitung
Oskar gewinnt die
Damenwahl
Lafontaines Gastauftritt im Dillinger Tanzcafe „San Marco“ –
ganz ohne Wahlkampf
Von SZ – Redaktionsmitglied ( Ingo Beckendorf )
Dillingen. Tanz mit mir ! Dieser Wunsch strahlt in den Augen der jung gebliebenen Damen im „San Marco“, als der Stargast des Tages am Sonntagnachmittag zum Rosenball erscheint: Oskar Lafontaine kommt in Begleitung seiner Leibwächter und schüttelt zur Begrüßung erst dem Inhaber Gaetano Marcon, genannt „Mac Coy“ (75), und dann jedem der etwa 200 Gästen die Hand. „Er hat mir die Hand gegeben, aber nichts gesagt“, ruft eine der Damen.
Schwamm drüber. Politiker müssen ja auch nicht immer große Reden schwingen. Beschwingt geht es aber schon bald auf der Tanzfläche zu: Eine Dame nimmt ihren ganzen Mut zusammen und bittet Lafontaine zum Tanz – der läst sich nicht lange bitten, und die beiden legen einen astreine Rumba auf das Parkett. im „Er sei toller Tänzer “, schwärmt die Mutige hinterher und zittert vor Aufregung. Sie ist einer der Gäste, die heute extra wegen Lafontaine gekommen sind. Genau wie Wolfgang Möller (49) aus Dillingen. Er sagt: „Toll dass ein Mann wie Oskar sich von Herzen für die sozial Schwachen einsetzt. Das will ich unterstützen. „Als einziger Mann umringt von glücklichen Damen tanzt Lafontaine in der Zwischenzeit gut gelaunt auf der Tanzfläche: Er singt, klatscht in die Hände und winkt mit den Armen. Ist das ein Wink für die nächsten Wahlen ? Ist der Parteivorsitzende der Linken also zum Privatvergnügen hier oder doch aus politischen Kalkül ? Lafontaine winkt ab: Bis zu den nächsten Wahlen dauert es noch lange. „Er sei zum San Marco gekommen weil der Inhaber und dessen Sohn Dj Constantino ihn eingeladen hätten. Wirklich nur deshalb ? „Die Linke ist noch im Aufbau, und natürlich haben wir gegen Parteieintritte nichts einzuwenden“, räumt er ein.